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Lunes 12 de Septiembre

So,

nachdem ich in den letzten Tagen keine Zeit hatte, heut mal wieder ein kleiner Eintrag hier:

Also erstmal rein informativ; Am Samstag haben Maren und ich uns ein wenig die Stadt angeschaut bzw. 2 Viertel. Zum einen Bellas Artes und zum anderen Bella Vista. Bellas Artes war allerdings etwas enttäuschend, wenig Kunst und auch sonst eher etwas steril, wahrscheinlich haben wir aber auch nicht die passenden Seitenstraßen gefunden. Bella Vista dagegen ist wunderbar! Fast jedes Haus hat irgendwelche wirklich guten Wandmalerein und alles ist bunt!

Es ist wohl auch das Party Viertel schlecht hin, denn eigentlich besteht es nur aus Bars und Restaurants sowie Clubs! Ich kann leider hier nur 20mb hochladen, daher lass ich das mit den Fotos erstmal. Wens interessiert, der schaue bei Facebook oder schreibe mich direkt an  

Sonntag sind wir dann mit dem Überlandbus nach La Isla Negra gefahren, wo das größte und schönste der drei Häuser von Pablo Neruda steht. Die Busse sind wirklich ziemlich komfortabel, in der Regel etwa 35 Sitzplätze, Klimaanlage, WC und bei längeren Fahrten auch Fernsehen. Da wir allerdings nur etwa 1,5 Stunden unterwegs waren, war der Ferseher aus. 

Die Isla Negra ist eigentlich gar keine Insel, wie man vermuten mag, sondern eigentlich ein kleines Dorf. Da gibt es wirklich nicht viel außer einer Hauptstraße, 2 Restaurants, 2 kleinen Läden und eben dem Museo de Pablo Neruda.

Das Haus ist allerdings der Hammer! Gut, man muss sagen, dass die Einrichtung teilweise ziemlich exzentrisch wirkt, aber alleine die Lage ist genial. Es liegt direkt an einem kleinen Abschnitt Steilküste und man kann aus fast allen Zimmern das Meer sehen und hören! Alles ist so gestaltet, als wäre man in einem Schiff, Neruda war ein absoluter Seefahrtsfanatiker und nannte sich selbst gern "der Kapitän", obwohl er seekrank war. Die Böden sind größtenteils aus Holz und die Decken gewölbt und in den Regalen findet sich alles Mögliche wieder, was er gesammelt hat: von Holzkunst aus allen Kontinenten der Erde, über Insekten und Muscheln bis hin zu Pfeifen für Opium. Natürlich nicht zu vergessen seine Leidenschaft für Galleonsfiguren, die er auch gesammelt hat.Generell gibt es, glaube ich, nichts was dieser Mann nicht gesammelt hat.

Die Rückfahrt war dann etwas kompliziert, weil wir bis dahin nicht wussten, dass wir, obwohl wir diese schon mitgebucht und bezahlt hatten, in Isla Negra nochmal zum Busterminal hätten gehen müssen und dort Sitze reservieren. Also mussten wir in Casablanca nochmal raus aus dem Bus, zum dortigen Busterminal und welche reservieren, so dass wir dann erst zwei Busse später weiterfahren konnten. Gut fürs nächste Mal wissen wir dann wenigstens Bescheid! 

Tja und heute waren wir in der Stadt und haben mal so ein wenig nach Schuhen geschaut, vor allem für Maren. Allerdings wird das wohl echt schwierig hier. Frauenschuhe sind bis maximal Größe 40 erhältlich und Männerschuhe bis 44 - Also werd ich wohl, falls meine Schuhe irgenwann abgelatscht sind, echte Probleme bekommen hier welche zu finden. Mal sehen, soweit ich weiß sind die Lieferzeiten aus den USA auch abartig, also kommt auch amazon etc. nicht unbedingt in Frage. Aber das ist ein Problem, um das ich mich kümmern werde, wenn es da ist. 

Gut, soweit erstmal wieder für Heute

2 Kommentare 13.9.11 00:39, kommentieren

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jueves 08 de septiembre

Heute gabs den ersten kleinen Schreckmoment. 

Ich wollte Geld am Bankautomaten holen, so weit, so gut. Nachdem ich fein säuberlich die Karte eingesteckt hatte und die PIN eingegeben hatte, habe ich mich durchs Menü geklickt und war schließlich auch ganz normal bei den Beträgen angelangt, die man abheben kann. 

Komischerweise wollte der Automat aber nicht so, wie ich. Jetzt muss man dazu sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt noch etwa 300 Pesos (etwas weniger als 6 Euro) in der Tasche hatte. 

Also erstmal zurück ins Apartment und online die Konten überprüft. Da sah aber alles ganz gut aus. Naja grad war ich dann bei einer anderen Bank und da gings dann plötzlich, warum auch immer. 

Vorher war ich noch mit ein paar Leuten aus der Sprachschule in einem Restaurant zum Mittagessen, schon irgendwie komisch, wenn man mitten in Südamerika in die "kleine Kneipe" geht und von der Bedienung halb auf Spanisch und halb auf Deutsch angesprochen wird. Den Rest des Nachmittags werd ich noch ein wenig damit verbringen mein Spanisch aufzubessern.

Ahh noch eine Kleinigkeit am Rande für alle, die beabsichtigen irgendwie nach Südamerika zu gehen: Zumindest bei mir funktioniert die TAN-Übermittlung per SMS auf mein deutsches Handy. Bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob ich auch sonst darauf zu erreichen bin.

1 Kommentar 8.9.11 21:55, kommentieren

07.09

Der Tag hier neigt sich dem Ende zu und ich überlege grade, ob es irgendetwas berichtenswertes gab und wenn ja was. Naja da wäre zum Beispiel, dass mein Mitbewohner Erik sein Portemonnaie entweder verloren hat oder es ihm in der Metro geklaut wurde, er konnts nicht so recht sagen. Naja da bestätigt sich wieder, dass man grade zu den Stoßzeiten ziemlich aufpassen muss, grade dann, wenn man von irgendjemandem angesprochen wir und so wie er z.B. nach der Uhrzeit gefragt wird.

Die Sprachschule gefällt mir von Tag zu Tag besser, heute haben sie in der Mittagspause Sandwiches verkauft und der Gewinn geht zu 100% an ein Hilfsprojekt für arme bzw. obdachlose Kinder. Naja okay, wirklich geschmeckt hat allerdings nicht :D aber immerhin kann man sich dann mit dem Gedanken abspeisen, etwas Gutes getan zu haben - auch nicht schlecht. Ich hoffe allerdings trotzdem noch, dass ich nächste Woche den Nachmittagskurs erwische, das wäre wesentlich angenehmer.

Im Grunde genommen ist es zwar  nicht weit, lediglich 4 Metrostationen, aber da ich in Baquedano die Linie wechseln muss und es da dann wirklich proppevoll ist zieht sich das Ganze schon etwas und man steht dann wirklich wie ein Huhn in der Legebatterie!

 Gut, dass ich mir Oropax eingesteckt hab, auch wenn ich da ja sonst nicht so der Freund von bin, aber hier braucht man die teilweise wirklich zum Schlafen: Nachts ist es zwar vom Verkehr her relativ in Ordnung, aber die Straßenhunde sind dann lautstark unterwegs im parque forestal, der einen halben Block von mir entfernt ist und ab halb 7 geht auf der Straße die Post ab.

Ich glaub, jetzt hab ich schon ein paar Sachen mehrmals geschrieben, aber was solls. Wenn mein Gedächnis schon so schlecht ist, dass ich vergesse, was ich geschrieben hab, dann kann es eurem auch nicht schaden, es nochmal zu lesen. 

1 Kommentar 8.9.11 04:04, kommentieren

In Chile angekommen

 Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Ich bin gut angekommen am Samstag und habe auch eine recht schöne Wohnung im 4ten Stock eines allerdings ziemlich verkehrsreichen Viertels bzw. an einer Hauptstrasse. Im 8ten Stock hat der Vermieter noch eine zweite Wohnung, wo er unter anderem auch selber lebt, mit Dachterasse! Mein Vermieter selbst ist so um die Mitte 30 bis Anfang 40 und ein sehr lebensfreudiger Mensch. Abends nach der Arbeit (er macht wohl irgendwas mit Werbung, habe das bis jetzt noch nicht so genau verstanden) kommt er zu uns in die WG und fragt noch nach wie unser Tag war und ob wir mit ihm etwas trinken gehen wollen. Die Wohnung selbst ist für chilenische Standards super gut eingerichtet, sehr modern und von meinen beiden Mitbewohnern kenn ich bis jetzt noch Sarah, die hier ein Praktikum in einer Schule für behinderte Kinder macht. Erik studiert wohl an einer der zahlreichen Unis in Santiago, aber bis jetzt hat er sich noch nicht blicken lassen, er ist wohl übers Wochenende mit Freunden weg gewesen. Also sind meine beiden Mitbewohner jedenfalls aus Deutschland - wobei ich versuchen werde zumindest mit Sarah Spanisch zu sprechen, soweit es möglich ist, sonst hat das eher wenig Sinn hier. Gestern Abend sind wir dann mit Nelson (dem Vermieter) tatsächlich noch nach Bella Vista gegangen, ein Viertel mit vielen Cafés und Bars und haben noch etwas getrunken und gegessen, wobei Nelson uns eingeladen hat. Naja die Freude hielt dann nicht ganz so lange, heute morgen hat mich dann die Essensumstellung auf die chilenische Küche doch erwischt, so dass ich heute zu Hause bleiben musste und nicht in die Sprachschule konnte. Die ist übrigens echt sehr gut, unser Kurs besteht aus 7 Teilnehmern und das ist schon das Maximum, was überhaupt gemacht wird dort. Nachdem ich morgens den Einstufungstest gemacht hatte gestern - wobei ich noch sagen sollte, dass ich um viertel nach 7 an der Schule war, obwohl der Test erst um 8 war, hatte mich einfach extrem verschätzt, was die Strecke angeht - wurden wir in unsere Kurse eingeteilt und haben eigentlich direkt angefangen. Die Lehrer dort können kaum Englisch, so dass man sich wirklich im Spanischen versuchen muss, um etwas zu beschreiben. Ich finde das super, allerdings ist es glaub ich für einige andere Teilnehmer (ich wurde ins niedrigste Niveau eingestuft, zusammen mit denjenigen, die noch kein Wort Spanisch können) echt schwer sich zurecht zu finden. Achja unser Kurs besteht aus einem brasilienischen Architekten, einem Krankenpfleger aus Los Angeles, einer soziale Arbeit Studentin aus Braunschweig, einem Ehepaar aus den Staaten (sie hat hier nen Job in der Metallindustrie bekommen und er macht den Hausmann) und einer Physiotherapeutin aus Deutschland, die grad ne Weltreise macht. Also ein ziemlich bunt gemischter Haufen. Langsam gewöhn ich mich auch an die Zeitverschiebung, aber an das chilenische Tempo muss ich mich noch echt gewöhnen, hier gehen die Uhren langsamer, außer auf den großen Straßen. Die Leute schlendern vor sich hin und ich muss manchmal echt aufpassen, dass ich niemanden umrenne, vor allem, weil einige Chilenen wirklich so klein sind, dass sie erst beim zweiten mal schauen in meinem Blickfeld landen. Jaa was gibt es noch so zu erzählen? Die Metro ist echt sehr sauber, hätte ich nicht gedacht, und man kann zu mindest im Zentrum alles relativ bequem erreichen. Wann die Rush Hour am Morgen ist bin ich mir noch nicht so ganz sicher, gestern war ich wohl zu früh unterwegs, aber Abends um 8 etwa ist es absolut proppe voll. Es kommt zwar auch alle 2-3 Minuten eine Metro, aber die Leute da drin stehen so gequetscht, dass man teilweise nicht mal reinkommt und wieder auf die nächste warten muss. Naja das werd ich dann wohl morgen früh erleben, denn der Sprachkurs fängt gegen 9 an, so dass ich dann wohl mehr oder weniger mitten rein komme in die Rush-hour. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis jetzt noch nicht so recht dazu gekommen bin Fotos zu machen, aber das werd ich schon noch nach holen. Soweit erstmal von mir ¡Hasta luego!

3 Kommentare 6.9.11 23:33, kommentieren